Neueste Entwicklungen und Ereignisse Eintrag vom 09. Dezember 2019

Steuler Anlagenbau entwickelt abwasser- und abfallfreie Rauchgasreinigung für Seeschiffe

Das Thema „Umweltverschmutzung durch Seeschiffe“ ist derzeit in aller Munde. Konkret geht es um Ruß-, Schwefeloxid- und Stickstoffoxidemissionen aus mit Schweröl betriebenen Großmotoren in Konzentrationen, die bei jeder anderen Antriebsart längst der Vergangenheit angehören.

Zur Reduzierung dieser Emissionen kann man auf schwefelarmen Diesel, LNG oder LPG umstellen, hat aber dann immer noch das Problem der Stickoxidemissionen und – beim Diesel – Ruß. Dazu kommen noch die wesentlich höheren Kosten für den Brennstoff sowie Umrüstkosten.

Eine Alternative dazu sind Rauchgasaufbereitungsanlagen. Die bisher eingesetzten Verfahren (reine Nasswäscher oder Scrubber) produzieren jedoch Abwasser und Abfallstoffe. Das abgeleitete Abwasser enthält zudem Salze, die der Umwelt zusätzlichen Schaden zufügen. Zudem bildet sich bei solchen Nasswäschern eine intensive weiße Abgasfahne, hervorgerufen durch schädliche Schwefelsäureaerosole, da diese in den Wäschern nur teilweise aus dem Rauchgas entfernt werden können.

Zur Eliminierung dieser Probleme hat Steuler Anlagenbau ein modulares Rauchgasaufbereitungsverfahren entwickelt, bei dem

  • keine Abwässer und Abfallstoffe anfallen,
  • keine weithin sichtbare Dampffahne auftritt,
  • die geforderten Emissionen sicher eingehalten werden.

Eine Abgasreinigungsanlage auf einem Seeschiff ist nicht klein, lässt sich aber in einem geräumigen Schiffsrumpf problemlos unterbringen.

Und dies zu geringen Betriebskosten, so dass sich das Verfahren gegenüber einer Umstellung auf umweltfreundlichere Brennstoffe schnell bezahlt macht.

Das von Steuler entwickelte System entfernt mit Hilfe chemischer/ physikalischer Verfahren die Schadstoffe aus dem Abgasstrom und wandelt sie in mehreren Schritten – wie man es auch schon von großen Anlagen auf dem Festland kennt – in Wasser, Stickstoff und Gips um. Wasser und Stickstoff sind natürliche Bestandteile der Umgebungsluft. Der Gips ist problemlos und ohne gesundheitliche Risiken in der Baustoffindustrie einsetzbar. Es ist uns gelungen, eine solche Anlage – deren Grundprinzip sich bei Anlagen an Land seit vielen Jahren bewährt hat – so kompakt zu gestalten, dass sie auf Schiffen installiert werden kann.

Diese Module können zusammen oder auch als Einzelmodule installiert und betrieben werden.

Das System ist somit abwasser- und abfallfrei und gegenüber den Alternativen auch noch wirtschaftlicher.

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